Posted by on 3. Mai 2018

Wenn wir in die Mythologie vieler Völker blicken, erwarten uns dort familiäre Auseinandersetzungen, große Herausforderungen und sexuelle Konstellationen, die heute nicht nur verpönt, sondern zum Teil auch verboten sind. Wenig zimperlich geht es um Mord, Totschlag und das gegenseitige Hintergehen für Liebe, Macht, Ehre und die Gunst der Götter. Kein Wunder also, dass die meist lehrreichen Geschichten mit einer besonderen Moral nur zu gerne verbreitet wurden.

Ihre Brisanz hat auch das Entwicklerstudio von Sony Santa Monica genutzt. Es hat zunächst auf der griechischen Mythologie ein Epos aufgebaut, das auf die oben genannten Aspekte setzt. Im Zentrum steht der Antiheld Kratos und verfolgt seine Ziele ohne Rücksicht auf Verluste. Seit dem 20. April ist er auf der PlayStation 4 auch in  der nordischen Mythologie unterwegs. Obwohl Kratos erstmals seinen Sohn an seiner Seite und sich vieles geändert hat, ist God of War noch immer ein Spiel für Erwachsene. Hier unsere ausführliche Jugendschutz Einschätzung.

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God of War hat auch ruhige aber dennoch gruselige Momente

Sony erweckt den Anschein, dass Schüler God of War spielen sollten

Unsere Partnerseite Gamer’s Potion widmet sich an dieser Stelle einer ausführlichen Review mit sämtlichen Aspekten des Spiels. Wir konzentrieren uns stattdessen darauf, was God of War das verdiente USK 18-Logo eingebracht hat. Die durchaus fesselnde Geschichte stellt Kratos und seinen Sohn Atreus vor die Aufgabe, die Asche der verstorbenen Frau und Mutter Faye auf dem höchsten Berg zu verstreuen. Auf dem Weg dorthin stellen sich den beiden verschiedenste Kreaturen wie Oger oder Trolle entgegen, die gewaltsam aus dem Weg geräumt werden.

Ein besonderer Post, den Sony zum Start des Spiels auf Twitter veröffentlichte, hat uns aufhorchen lassen. Wie im eingebundenen Bild zu sehen hat das Team eine Art Entschuldigung für die Schule entworfen, die Schüler vom Unterricht entbindet, damit diese God of War spielen können. Natürlich handelt es sich um einen Witz. Dennoch bedenklich ist der offene Umgang mit der Tatsache, dass Schüler God of War spielen. Egal ob diese deshalb von der Schule fernbleiben oder nicht. Schließlich ist das Spiel mit dem USK 18-Logo versehen.

Balance zwischen Kampf, Rätseln und Erkundung

Im Vergleich zu den Vorgängern beschränkt sich die Gewaltdarstellung auf den Kampf. Wenn Gegner, bei denen es sich ausschließlich um bösartige oder wilde mythische Kreaturen handelt, attackieren, setzt Kratos ihnen mit seiner Axt zu. Atreus unterstützt ihn mit seinem Bogen. In gewaltigen Sequenzen zerreißt Kratos auch mal einen Widersacher in zwei Hälften oder bricht ihm den Kiefer. Zudem ist die gesamte Szenerie oftmals bedrohlich und erzeugt durch große Gegnerhorden eine Menge Stress. Wenn wir bedenken, dass Kratos in seinen letzten Auftritten Augen herausgerissen, Köpfe abgerissen und viele weitere Gliedmaßen zerstört hat, ist das neue God of War erfreulich harmlos. Bei den Bewertungen von Fans und Presse hat sich dies übrigens nicht negativ ausgewirkt.

God of War ist also nicht mehr so blutrünstig wie es war. Zusätzlich ist der Anteil an Rätseln und Erkundungen weiter gestiegen. So hat es das Entwicklerteam geschafft eine Neuauflage zu schaffen, die besser ist als seine Vorgänger und trotzdem nicht so sehr auf Brutalität setzt. Das macht den Titel noch nicht zu einem Spiel für Jugendliche. Trotzdem ist dies gerade bei einem für Sony so wichtigen Exklusivtitel bemerkenswert. Gerade die Änderung des Spielkonzeptes hat zunächst die Kritiker aus ihren Löchern geholt. Da diese nun verstummt sind, dürfen wir gespannt sein, ob sich auch andere ehemals für Brutalität bekannte Serien ein Beispiel nehmen.

Ähnlich viel Aufsehen hat auch Far Cry 5 erregt. Hier unsere Einschätzung zum Open-World-Spiel.

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